Rosazea · 6 Min. Lesezeit
Rosazea verstehen: Trigger, Therapie, Alltag
Wärme, Alkohol, Stress: Warum Rosazea kein Reinigungsproblem ist, und was medizinisch wirklich hilft.
18. Februar 2026

Dr. med. Jonas Beck
Arzt, Dermatologie · Aktualisiert am 6. August 2026
Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut mit Beteiligung der feinen Gefäße. Sie hat nichts mit mangelnder Reinigung zu tun.
Typische Zeichen
Anhaltende Rötung an Wangen, Nase, Kinn und Stirn, sichtbare Äderchen, Brennen sowie entzündliche Papeln und Pusteln, meist in Schüben.
Häufige Trigger
Hitze und Sauna, heiße Getränke, Alkohol, scharfe Speisen, UV-Strahlung, Stress und stark abschwellende Pflegeprodukte. Ein Trigger-Tagebuch über vier Wochen macht die individuellen Auslöser sichtbar.
Basispflege
Milde, duftstofffreie Reinigung, leichte Feuchtigkeitspflege und täglicher mineralischer Sonnenschutz sind die Grundlage jeder Therapie. Peelings, Alkohol-Toner und ätherische Öle solltest du meiden.
Medizinische Therapie
Je nach Ausprägung kommen topisches Metronidazol, Ivermectin oder Azelainsäure zum Einsatz, bei ausgeprägten Papeln und Pusteln zusätzlich systemische Therapie. Bleibende erweiterte Äderchen lassen sich mit Laser behandeln.
Alltag mit Rosazea
Grünliche Farbkorrektoren gleichen Rötungen optisch aus. Wichtiger ist jedoch die konsequente Basispflege, denn jede Reizung verlängert den Schub.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Diagnose.


