Sonnenschutz · 6 Min. Lesezeit

SPF im Alltag: Warum 30+ nicht verhandelbar ist

UV-Strahlung ist der Haupttreiber für Hautalterung. Was ein täglicher Sonnenschutz wirklich leisten muss.

28. April 2026

SPF im Alltag: Warum 30+ nicht verhandelbar ist
LH

Dr. med. Lena Hoffmann

Ärztin, Dermatologie · Aktualisiert am 6. August 2026

Rund 80 Prozent der sichtbaren Hautalterung entstehen durch UV-Strahlung, nicht durch das biologische Alter. Ein Breitband-LSF 30+ ist deshalb kein Sommerthema, sondern tägliche Grundpflege.

UVA, UVB und was der Faktor aussagt

UVB verursacht Sonnenbrand, UVA dringt tiefer ein und beschleunigt Faltenbildung und Pigmentflecken. Der Lichtschutzfaktor beschreibt nur den UVB-Schutz, achte deshalb zusätzlich auf den Hinweis "Breitband" oder das UVA-Siegel im Kreis.

Die richtige Menge

Für das Gesicht brauchst du etwa zwei Fingerlängen Produkt, ein Klecks reicht nicht. Nach dem Auftragen 15 Minuten einziehen lassen und im Freien alle zwei Stunden nachlegen.

Mineralisch oder chemisch

Mineralische Filter mit Zinkoxid und Titandioxid sind bei empfindlicher und zu Rosazea neigender Haut meist besser verträglich. Chemische Fluid-Formulierungen fühlen sich bei fettiger Haut leichter an und hinterlassen keinen Weißschimmer.

Sonnenschutz und Make-up

Puder oder Foundation mit LSF ersetzen keinen Sonnenschutz, weil die aufgetragene Menge zu gering ist. Für unterwegs eignen sich Sprays oder Sticks zum Nachlegen über dem Make-up.

Auch im Winter und drinnen

UVA durchdringt Fensterglas und ist ganzjährig präsent. Wer viel am Fenster sitzt oder pendelt, profitiert auch an grauen Tagen von täglichem Schutz.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Diagnose.